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Mit Humor das Herz befreien

Dr. Birgit Hofbauer.beschnDr. Birgit Hofbauer von der Klinik St. Irmingard beschäftigte sich in ihrem Beitrag mit dem Zusammenspiel von Herz und Humor, das im Sprachgebrauch mit Begriffen wie „Herzblut“, „beherzt“ oder „da geht einem das Herz auf“ bereits offenkundig ist. Aber wie schaffe man es im Alltag, jenen Zustand zu erreichen, bei dem Gelassenheit statt Gleichgültigkeit und Verbundenheit statt Verwicklung gelebt und lieber gelacht und geweint als verbittert werde? Jeder kenne das Phänomen des Verliebt-Seins, bei dem uns diese Leichtigkeit gelinge. Was aber tun, wenn man keinen Allerliebsten habe? „Wie kann man ohne Liebe dahin kommen? Durch die Liebe zu sich selbst“, beantwortete Dr. Hofbauer die gestellte Frage gleich selbst. Dazu müsse man den Moment achtsam erleben, präsent sein – „wahrnehmen was ist, nicht was sein soll“, so Dr. Hofbauer. Und dies mit allen fünf Sinnen: sehen, riechen, hören, schmecken und fühlen, mit einem liebevollen Blick, ohne zu bewerten. Zudem solle man den Humor pflegen, die Komik in der Umgebung entdecken. Irgendwo existiere stets eine lustige Situation. Um in den Flow der Leichtigkeit eines „open heart“ zu kommen, müsse der Verstand, der Körper und das Gefühl in Balance sein. Was nicht gegeben sei, wenn beispielsweise am Arbeitsplatz keine Zeit für das Essen gefunden würde. „Der Verstand meint, das Projekt duldet keinen Aufschub. Der Körper reagiert mit Protest, indem er den Magen knurren lässt und müde wird – und das Gefühl kann wählen zwischen Triumph, Wut und Angst oder Mitgefühl“, umschrieb Dr. Hofbauer diesen Missklang. Während eine Wut in Ohnmacht und Leere ende und für die Person Stress bedeute, könne ein mitfühlendes Lachen die vermeintliche Notlage entspannen. Schwarzer Humor sowie Zynismus könnten kurzfristig durchaus Auswege aus solch einer Zwickmühle sein. Mit einem „Humor mit Herz“ bleibe man mit sich in Verbindung. „Man lacht quasi mit sich, aber nicht über sich“, erläuterte Dr. Hofbauer. Es müsse einem klar sein, dass man Fehler machen und etwas ausprobieren dürfe. Das Scheitern könne auch als Chance gesehen werden. Deshalb solle man beherzt aus dem Bauchgefühl heraus entscheiden, ganz ohne Angst vor den Konsequenzen. Darüber hinaus bringe sportliche Bewegung Veränderung und Lebendigkeit. Sie wirke wie ein natürliches Antidepressiva und sei erwiesenermaßen ein probates Mittel gegen koronare wie psychische Erkrankungen sowie gegen Diabetes. Zudem eröffne sie neue Blickwinkel in festgefahrenen Situationen. Weshalb die Klinik Sport und Bewegung als Teil ihrer Therapien fest verankert habe, schloss sie ihren interessanten Vortrag.

 

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