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Federkielstickerei

1Verschiedene RanzenKLGanzer Stolz der männlichen Tracht sind zudem die prächtig bestickten Ledergürtel, die auch als Ranzen oder Geldkatz bezeichnet werden. Sie dienten früher dem Aufbewahren von Dokumenten und Geld, denn in ihrem Innenleben befindet sich eine schlauchähnliche Tasche. Hier konnten Wertgegenstände sicher verstaut werden. Zuvor trug man sie in schlichten Beuteln an der Hose, was es den „Beutelschneidern" leicht machte, sich dieser anzunehmen. Der Ranzen erwies sich darüber hinaus in vielerlei Hinsicht als äußert praktisch: So bot er Stabilität bei schweren Hebearbeiten sowie Schutz vor Stichverletzungen bei den berüchtigten Raufereien. Erst gegen 1750 wurde er langsam zum prächtig verzierten Schmuckstück. Da der Pfau allgemein als Glücksbringer galt, wurde er gern als Motiv genutzt. Irgendwann kam man auf die Idee, seine Federkiele quasi als Faden zu versticken.

stolzer Ranzensticker beschn KLDie Kunstfertigkeit stammt vermutlich aus Südtirol und dem österreichischen Voralpenland; mit der Innschifffahrt gelangte sie nach Bayern. Auch zogen Sticker von Ort zu Ort und verzierten gegen Kost und Logis die Gürtel reicher Bauern. Dabei war es ganz in ihrem Sinn, aufwendige Muster zu kreieren, denn je länger sie dafür brauchten, umso länger waren sie gut untergebracht. Heute weist die Pracht der gestickten Muster weniger auf den Stand des Trägers hin als vielmehr auf sein ausgeprägtes Traditionsbewusstsein – denn nach wie vor werden die Kielstickereien aufs Höchste geschätzt.

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